Die Suedpfalz - Klettern im Buntsandstein

Willkommen in einem der bedeutendsten Sandsteinklettergebiete Westeuropas, im Wasgau-Felsenland mit seinen etwa 80 freistehenden Türmen und ueber 140 Massiven , mit seinen bis zu 60 Meter hohen Wänden, bizarr verwitterten Tuermen inmitten einer reizvollen Landschaft mit einer langjaehrigen Klettertradition.

Nachdem ich nun ueber 20 Jahre als Pfaelzer durch die Welt spaziere und in der Zwischenzeit auch schon das ein oder andere Land und manche Stadt besucht habe, muß ich immer wieder feststellen, dass es sich lohnt, in die Pfalz zurückzukehren.


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Charakter der Kletterei Geschichte des Kletterns in der Pfalz Die bedeutendsten Kletterziele
Natur und Probleme Literatur und Karten
Unterkunft Anreise Der Pfaelzerwald
interessante links Verschiedenes



{ Klettern in der Pfalz * Die Geschichte des Kletterns in der Pfalz * Bedeutende Kletterziele * Natur & Probleme * Der Pfaelzerwald * Literatur & Karten * Unterkuenfte * Anreise * Interessante Links * Sonstiges }

DER Verein: Vereinigung der Pfaelzer Kletterer e.V.


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Nun aber zum Klettern: Das eigentliche Klettergebiet liegt also im Wasgau, hauptsaechlich zwischen Annweiler, Dahn und der franzoesischen Grenze. Die hoechsten Berge hier sind der Rehberg bei Annweiler (577m) und die Wegelnburg nahe der Grenze (571m).

Als Einstieg
ein kleiner Ausflug
in die Geschichte
des Kletterns in der Pfalz
Kletterer in den 30ern


Charakter der Kletterei:



Das Klettern im roten Buntsandstein gestaltet sich durch seine Vielgestaltigkeit, die zum Teil aus der geologischen Schichtenfolge herruehrt, sehr abwechslungsreich. So finden sich schmale Risse zum Klemmen oder enge Kamine, Verschneidungen zum Piazen, griffige Wabenwaende oder kleine vorspringende Kieselsteine und auch Reibungsplatten. Je nach Lust und Laune werden also im recht griffigen Sandstein die unterschiedlichsten Klettertechniken gefordert.
Die Schwierigkeitsskala in der Pfalz ist vielleicht nur bedingt mit der anderer Klettergebiete vergleichbar - es soll schon vorgekommen sein, dass jemand, der anderswo in hohen Schwierigkeitsgraden klettert an einem Pfalz-Vierer verzweifelte. Aber natuerlich ist die Einteilung in starre Schwierigkeitsgrade immer irgendwo subjektiv - dem einen liegt eine Stelle, dem anderen weniger, mal hat der grosse Lange die Vorteile und ein andermal gerade nicht ... Nicht ganz so einfach ist es, wegen der unten beschriebenen Situation viele Stellen selbst aussichern zu muessen, in den unteren Schwierigkeitsgraden das Vorsteigen zu lernen.
Generell kann man sagen, dass die fuer eine Route angegebene Schwierigkeit oft eine Maximalschwierigkeit darstellt, die sich an ein oder zwei Schluesselstellen findet - davor und danach bieten sich oftmals Ausruhmoeglichkeiten (in den oberen Graden natuerlich weniger).
Aufpassen sollte man jedoch vor allem in den leichteren Wegen (Normalwege), die oft sehr spaerlich mit Ringen versehen sind, was in der historischen Entwicklung der Pfalzkletterei begruendet liegt. Die Strukturen der Felsen erlauben es aber gerade in diesen Schwierigkeitsgraden, z.B. in kleinen Rissen, mit etwas Uebung eigene Zwischensicherungen, wie Rocks, Hexentrics und Friends zu legen; hier ist Kreativitaet gefragt.
Vorsicht ist auch angebracht, wenn die Qualitaet eines Felsens insgesamt nicht auf grosse Haerte schliessen laesst, wenn man weichere Zwischenschichten erkennt, oder vor allem im Fruehjahr und nach laengerem Regen, denn dann kann der Sandstein an Festigkeit verlieren und bruechig werden. Der Vorsteiger sollte also besser jeden Griff zweimal testen.
Ausserdem trifft man in Normalwegen auch ab und zu bewachsenes oder moosiges Gelaende an.
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Spirkelbacher Rauhfelsen

Bedeutende Kletterziele:



Es gibt die ganz bekannten Massive, die man weit ueber die Grenzen der Pfalz kennt, und an die man als Neuling fast zwangslaeufig kommt und es gibt die kleineren, versteckten Felsen, die vielleicht nicht die gleiche Masse an Hoechstschwierigkeiten bieten, aber so manche Genusskletterei im Gruenen. Dort kann's auch mal vorkommen, dass man ganz alleine klettert, vielleicht, weil man auch mal einige Minuten laufen muss.
Letztere soll jeder selbst finden (einfach Kletterfuehrer nehmen und blaettern) und zu den insgesamt wichtigsten Kletterzielen, wie Hochstein, Luger Geiersteine und Luger Friedrich, Spirkelbacher Rauhfels, Burghaldemassiv oder Asselstein, ..., gibt's bei der Uebersichtskarte Suedpfalz ein paar Hinweise.

Eine in den Wintermonaten und der Uebergangszeit geoeffnete Kletterhalle mit interessanten Moeglichkeiten gibt es in Hauenstein.

Kletterlaeden findet man in Hauenstein (Bahnhofstrasse), Dahn-Reichenbach, sowie in den Fussgaengezonen von Landau und Pirmasens.
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Naturschutz und Probleme des Klettersports:

Vergissmeinnicht



Vereinigung der Pfaelzer Kletterer e.V.:



Die 1919 gegruendete "Vereinigung der pfaelzer Kletterer e.V.", kurz PK, ist heute der in der Suedpfalz fuehrende Kletterverein und als solcher mittlerweile offizieller Ansprechpartner der Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz in Sachen Klettern. Seit dem 30.5.'96 ist diese Regelung - nach Zustimmung aller pfaelzischen Kletterverbaende und -vereine, wie DAV, Wernersberger Kuckuckskletterer oder Wasgauklettergilde - in Kraft. Fuer den 471 Mitglieder starken Verein (31.12.'96) war aber auch schon zuvor die Zusammenarbeit mit Behoerden und Naturschutzverbaenden von zentraler Bedeutung. Ein Ergebnis dieser Kooperation ist z.B. die jaehrliche Beteiligung an der Bewachung der Falkenbrut. Moeglicherweise haetten wir uns ohne die PK heute auch in der Pfalz mit zahlreichen Felssperrungen abzufinden und sicherlich ist es vorteilhafter, wenn Kletterer, trotz unterschiedlicher Ansichten, mit einer starken Stimme statt mit vielen einzelnen "Stimmchen" auftreten.
Von wichtiger uebergeordneter Bedeutung fuer die Zusammenarbeit der klettersporttreibenden Vereine der Pfalz, sowie der Natur- und Vogelschutzverbaende ist der 'Arbeitskreis Klettern und Naturschutz'.
Die PK betreut und archiviert ausserdem den Grossteil der suedpfaelzer Gipfelbuecher, und die Felswarte der PK warten zusammen mit dem 'Arbeitskreis Sanierung und Sicherheit' die Haken und Ringe der pfaelzischen Felsen.
Nach einigen schwierigen Jahren, in der die pfaelzer Kletterszene gespalten und die Atmosphaere zwischen aufkommender Sportkletterbewegung und traditionellen Kletterern aeusserst gereizt war, und die PK vor allem bei jungen Kletterern einen schlechten Namen hatte, ist ihre Akzeptanz heute
wieder recht gross. Dazu hat bestimmt auch das oben beschriebene Engagement beigetragen, aber auch die Stimmung im Verein ist ganz gut: Es gibt Spitzenkletterer, solche, die sich ueber schoene Normalwege freuen und dazwischen noch viele andere. Manche davon trifft man bei einer der Maifeier
Maifeier
Programmtouren, wobei 'Programmtour' nicht bedeutet 'viele Kletterer auf einem Haufen', sondern man verteilt sich meist auf kleinere Gruppen und 2-3 Felsen, trifft den ein oder anderen und sieht sich zum Abschluss. Ausserdem wird bei der PK auch gefeiert, wie z.B. bei der 'legendaeren' Maifeier im Baerenbrunner Tal, die weit ueber die PK hinaus bekannt ist, und jedes Jahr in der
Osterzeit wird der hart umkaempfte Orientierungslauf im Pfaelzerwald ausgetragen.
Wer sich fuer die PK interessiert und noch mehr wissen moechte, kann sich auf der Homepage der PK umsehen: Vereinigung der Pfaelzer Kletterer e.V.
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Anreise:



Mit dem Auto kommt man von Osten her ueber die A65 nach Landau, von wo aus man (Abfahrt Landau Nord) auf der B10 nach Westen in den Pfaelzerwald gelangt. Der Weg aus Richtung Westen fuehrt ebenfalls ueber die B10.
Mit der Bahn kommend benutz man die Queichtalstrecke zwischen Zweibruecken und Landau; die Bahnhoefe Annweiler, Wilgartswiesen und Hauenstein liegen am noerdlichen Rand unseres Klettergebietes und bieten die Moeglichkeit mit dem Fahrrad in bis zu zwei Stunden die meisten Kletterfelsen zu erreichen. Am Wochenende fahren seit kurzem auch zwischen Hinterweidenthal und Bundenthal wieder Zuege.
Einen Ueberblick koennen Sie sich am besten auf der Karte der Suedpfalz verschaffen.

Weitere Links und Hinweise zur Region und zu oeffentlichen Verkehrsmitteln finden sich hier.
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Hoellenfels

Unterkuenfte:



Zeltplaetze: Einen 'Jugendzeltplatz' gibt es in Hauenstein, am Ortsausgang in Richtung Lug, ausserdem besteht die Moeglichkeit am Baerenbrunnerhof (von Dahn-Reichenbach ueber Schindhard zu erreichen) zu zelten: Kletterer unter sich.
Von den Huetten den Pfaelzerwaldvereins bietet das 'Wanderheim Dicke Eiche' des PWV Hauenstein Uebernachtungsmoeglichkeiten, es ist allerdings nur zu Fuss zu erreichen und als Kletterstuetzpunkt nicht ganz so guenstig. Zur Verpflegung jedoch sind die meist am Wochenende geoeffneten PWV-Huetten bei Schwanheim, Hauenstein, Dahn und Bruchweiler ganz empfehlenswert und guenstig.
Bei weiteren Fragen oder der Suche nach Privatunterkuenften helfen die Verkehrsaemter in
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Literatur & Karten:



Kletterfuehrer: Wanderkarten:
  • es gibt sie in grosser Auswahl von verschiedenen Verlagen und in unterschiedlichsten Massstaeben, generell zu empfehlen aber sind die gruenen Wanderkarten des Landesvermessungsamtes Rheinland-Pfalz mit den Markierungen des Pfaelzerwaldvereins, Massstab 1:25 000.
    Man kann sie in Buchhandluungen und Verkehrsaemtern kaufen -wesentlich preiswerter aber bekommt man sie beim Pfaelzerwaldverein in Neustadt oder gelegentlich in einer der PWV-Huetten.
Literatur ueber die Pfalz (Auswahl):

Weltweit:

Berge & Bergsteigen:

Berg- und Kletterfotos:

Literatur:

Wanderfalken: zurueck zum Index


... und jetzt geh' ich klettern. Bei Fragen und Anregungen: der Autor hoechstselbst


Quellen: Suedpfalz - Klettern im Buntsandstein, Hoch hinaus im pfaelzer Wasgau (siehe unter Literatur)

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... oder ein kleiner Ausflug nach Lug.






© by Juergen Glaser, University of Kaiserslautern, Germany;

mailto glaser@student.uni-kl.de

creation date: August 1997
last modified: 30.07.2005
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